Die Technischen Betriebe Glarus Süd (tbgs) können ihre Preise für die Netznutzung und für die Energielieferung im kommenden Jahr stabil halten. Gleichzeitig sinken die Abgaben an Bund und Swissgrid, was zu einem leicht tieferen Gesamtstrompreis führt. Damit erreicht Glarus Süd auch 2027 das Ziel stabiler Strompreise und bleibt im schweizweiten Vergleich ein attraktiver Standort. Die tbgs stärken mit dieser Preisgestaltung gleichzeitig ihre Substanz für die anstehenden Investitionen in ihre Netzinfrastruktur und die eigenen Stromproduktionsanlagen.
Nachdem die tbgs die Verwerfungen am Energiemarkt in den vergangenen Jahren mit verschiedenen Massnahmen abgefedert haben, können die aktuellen, nachweislich attraktiven Preise nun stabil gehalten und für die Endkunden sogar leicht gesenkt werden. Dies bestätigt den eingeschlagenen Weg der tbgs, die Preisgestaltung auf eine langfristig sichere und wirtschaftliche Stromversorgung von Glarus Süd auszurichten.
Ein durchschnittlicher Haushalt (standardisiertes Verbrauchsprofil H4 / 4'500 kWh Verbrauch pro Jahr) zahlt im Jahre 2027 CHF 8.10 weniger für den gesamten Strombezug als noch im aktuellen Jahr. Der Gesamtstrompreis für einen durchschnittlichen Haushalt liegt 2027 bei 24.14 Rp./kWh. Dies entspricht einer Senkung von 0.74%. Für einen durchschnittlichen Gewerbebetrieb (standardisiertes Verbrauchsprofil C3) wird der Gesamtstrompreis 21.66 Rp./kWh betragen, was eine Senkung von 0.82% bedeutet.
Eine grosse Herausforderung für die Netznutzungspreise ist der sinkende Stromabsatz in Glarus Süd. Bei weiteren Verbrauchsabnahmen in den nächsten Jahren sind Tariferhöhungen nicht ausgeschlossen. Aktuell hat Glarus Süd trotz des im Verhältnis zur grossen Fläche des Versorgungsgebiets tiefen Stromabsatzes attraktive Netznutzungspreise, wenn man dies mit ähnlichen Gebieten vergleicht. Die tbgs setzen sich täglich dafür ein, dass dies so bleibt. Eine Massnahme, die bereits im letzten Jahr eingeführt wurde, war die Anpassung der Tarifzeiten. Per 1.1.2026 haben die tbgs die Tarifzeiten (Hoch- und Niedertarif) an die heutigen energie- und netzwirtschaftlichen Gegebenheiten angepasst und einen zusätzlichen Block Niedertarif tagsüber (10.00 – 17.00 Uhr) sowie am Samstag eingeführt. Das neue System bleibt auch im kommenden Jahr unverändert.
Neu: Stundenpreise für Stromproduzenten
Per 1.1.2027 stellen die tbgs die Rückliefervergütung für Photovoltaik-Produzenten vom bisherigen quartalsweisen Referenzmarktpreis auf stündliche Marktpreise um. Diese Anpassung ist eine gesetzliche Vorgabe des Bundes und ab 2027 schweizweit verbindlich. Massgebend für die Vergütung ist künftig der Spotmarktpreis zum Zeitpunkt der jeweiligen Einspeisung anstelle eines vierteljährlichen Durchschnittswerts. Dies bildet den tatsächlichen Wert der eingespeisten Energie präziser ab und schafft einen weiteren Anreiz, den Eigenverbrauch zu optimieren. Die gesetzliche Minimalvergütung gilt dabei weiterhin für Anlagen mit einer Leistung bis 150 kW. Nebst dem regulatorischen Umfeld ist auch der Markt für Herkunftsnachweise (handelbare Zertifikate über Art und Zeitpunkt der Stromproduktion) in Bewegung gekommen. Eine schweizweite Umstellung des Handels von einer jährlichen auf eine quartalsweise Basis macht Anpassungen an den Naturstromprodukten der «glarner energie!» sowie der Vergütung für die Abnahme der Herkunftsnachweise von privaten Anlagenbetreibern notwendig.
Die detaillierten Preisblätter sowie Informationen zu unseren Stromprodukten sind auf unserer Website zu finden. Auf der Website der Eidgenössischen Elektrizitätskommission (ElCom) sind detaillierte Preisvergleiche zu den Energieversorgern in der Schweiz publiziert (www.strompreis.elcom.admin.ch).