tbgs - Energie die bewegt.
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Netzbetrieb

Gut unterhaltene und leistungsfähige Verteilnetze sind das A und O einer gesicherten Stromversorgung.
Kontinuierlich werden die Netze im Gemeindegebiet Glarus Süd ausgebaut und die Verteilanlagen mit Präventivmassnahmen unterhalten. Die tbgs verfügen über eine eigene Netzabteilung mit qualifizierten Mitarbeitern, welche auch Arbeiten für Dritte ausführt.

Erneuerung Druckleitung Kraftwerk Niederenbach

Geschichte

Die Nutzung der Wasserkraft am Niederenbach, zwischen dem Niederstafel und der Einmündung in den Serf, geht ins Jahr 1899 zurück. Seit den Anfängen wurde das Wasser des Einzuggebietes des Niederen- und Auernbaches gefasst und mittels eines Druckssystems zur Erzeugung von elektrischem Strom nach Schwanden geleitet. Die ursprünglich drei Turbinen in der ehemaligen Zentrale Obere Allmeind –Herren, mit einer Leistung vom 760 PS, konnte zur damaligen Zeitrund 234 Kunden mit elektrischer Energie versorgen.

Die stetige Steigerung der Stromnachfrage im wachsenden Versorgungsgebiet des ehemaligen Elektrizitätswerks Schwanden führte im Laufe der Zeit zu verschiedenen Erweiterungen und Erneuerungen der Kraftwerksanlage. Eine grössere geht ins Jahr 1930 zurück, als die Turbine in die um rund 30 Höhenmeter tiefer liegende Kraftzentrale Herren der SN-Engerie verlegt wurde. Im Jahre 2004 erfolgte der Totalersatz der elektromechanischen Ausrüstung.

Das Druckleitungssystem, welches teilweise auf die Anfänge des Kraftwerkbetriebes zurückgeht, hatte seine Lebensdauer seit Längerem erreicht. Davon zeugten mehrer Leckagen, welche in den letzten Betriebsjahren aufgetreten sind. Nebst den entstehenden Betriebsunterbrüchen mussten auch Fragen der Betriebsicherheit beachtet werden.

Die tbgs entschieden daher, die in die Jahre gekommene Druckleitung 2012 zu ersetzen.

 

Kleine Systemänderung

Durch den Einsatz von zwei alten Druckleitungen durch eine neue und einen Pumpbetrieb vom Bergstegweiher zum Alpstegweiher wurde ein träges System durch ein moderneres abgelöst. Neu erübrigt sich eine Umschaltung mit einem Produktionsunterbruch. Der Stand der Technik wurde wiederhergestellt und der Sicherheitsstandard der heutigen Zeit angepasst. Sowohl die Produktion als auch die Leistung konnte verbessert werden.

 

Merkmale der Karftwerksanlage

Länge der Druckleitung 2006 m
Höhendifferenz 359 m
Gefälle max. 55.5 %
Querschnitt DN 600mm/ Druckstufe bis 44 bar
Durchfluss 0.78 m3 /s
Leistung 2200 kW
Material Steckmuffenrohre aus Duktilguss

 

Die Arbeiten wurden im November 2011 begonnen und das Kraftwerk konnte im Mai 2012 wieder in Betrieb gehen. Die Bauzeit wurde auf den Winter gelegt, damit der Produktionsausfall so klein wie möglich gehalten werden konnte; entsprechend gross war die Herausforderung für den Baumeister. Die Natur im südlichen Glarnerland zeigte zwischendurch die Zähne.

Durch den Ersatz der Druckleitung konnte mit der neuen Technologie die Reibungsverluste minimiert werden. Durch den Pumpbetrieb vom Bergstegweiher zum Alpstegweiher werden künftig Produktionsverluste beim Umschaltprozess (eine Umschaltung der Hydrologie Alpstegweiher/Bergstegweiher) vermeiden. Zudem kann das Wasser vom Bergstegweiher mit zusätzlich zwanzig Höhenmetern genutzt werden. Die Verfügbarkeit wurde gesteigert und das Wasserangebot kann optimaler zur Energieerzeugung genutzt werden. Die durch das Pumpen verursachte Verlustenergie wird durch die gewonnenen Vorteile mehr als wettgemacht.

Insgesamt ergeben sich eine Leistungssteigerung von rund 6% sowie eine Produktionssteigerung von rund 15%. Diese Zahlen werden sich im 2013 sicherlich bestätigen.

 

Kosten

Die Gesamtinvestition in das Kraftwerk am Niederenbach beläuft sich auf 3,4 Mio. Franken.

Baumeisterarbeiten 37 %
Druckleitungssystem 63 %
Pumpeinrichtung 2 %
Projektierung 6 %
Beteiligungen - 8 %

 

Heli-Einsatz Trafostation Heuerberg

Smart Metering

Mit Smart Metering in die Zukunft

Smart Meter sind intelligente Stromzähler, die den Energieverbrauch automatisch übermitteln. Als innovatives Unternehmen haben sich die tbgs entschieden, Smart Metering schrittweise einzuführen.

Ab 2012 installieren die tbgs Smart Meter. Heute sind bereits 3500 solche Zähler im Einsatz (Stand 31.12.2015).

Im Smart Metering-System der tbgs kommunizieren Stromzähler über das Niederspannungsnetz. Sie übermitteln den Stromverbrauch, empfangen Nachrichten für den Kunden und melden automatisch allfällige Fehlfunktionen. Zudem sind Smart Meter die Basis für das zukünftige intelligente Netz, das Smart Grid.

Smart Grid

Der Begriff "intelligentes Stromnetz" (engl. Smart Grid) umfasst die kommunikative Vernetzung und Steuerung von Stromerzeugern, Speichern, elektrischer Verbraucher und Netzbetriebsmitteln in Energieübertragungs- und -verteilnetzen der Elektrizitätsversorgung. Damit wird eine Überwachung und Optimierung der miteinander verbundenen Bestandteile ermöglicht. Ziel ist die Sicherstellung der Energieversorgung auf Basis eines effizienten und zuverlässigen Systembetriebs.

Öffentliche Beleuchtung

Unsere Tätigkeit
Wir sind zuständig für die Planung, die Projektierung, die Erstellung, den Unterhalt und den Betrieb von Beleuchtungsanlagen auf dem öffentlichen Grund.

Zweck der öffentlichen Beleuchtung
Die öffentliche Beleuchtung dient der Sicherheit der Bewohner, zum Schutz vor Leib, Leben, Gesundheit und Sachen. Sie soll insbesondere verkehrsbedingte Gefahren in der Dunkelheit abwenden und den Schutz vor Kriminalität und Vandalismus sicherstellen.

Sie fördert aber auch die Lebensqualität, Kommunikation und damit die Attraktivität der Wohn- und Geschäftsbereiche unserer Gemeinde.

Umwelt
Wir engagieren uns für zukunftsweisende, energieeffiziente Beleuchtungslösungen wie zum Beispiel der Einsatz von LED Leuchten.

LED-Strassenlampen in Glarus Süd

Heute kann man aufgrund der positiven Weiterentwicklung dieses Lampentyps auch in der öffentlichen Beleuchtung ohne Risiken die Umstellung auf LED wagen. Die effektiven Energieeinsparungen belaufen sich je nach Leuchten-Typ auf rund 374‘808 kWh, was ca. Fr. 56‘000 pro Jahr entspricht. LED Lampen sind wesentlich umweltschonender, da sie das Licht auf die Strasse konzentrieren und eine geringere Lichtverschmutzung aufweisen. Ausserdem haben sie eine wesentlich längere Lebensdauer, als die heutigen Quecksilberdampflampen.

Bis Ende 2017 wurden in der Gemeinde Glarus Süd rund die Hälfte aller alten Strassenlampen ersetzt.